Jeepney Drive
Jeepney Drive

Abflug nach Südostasien

Tag X 31.12.1989 
Sollte ich wirklich Losfliegen?

 

OK was soll’s mache ich es endlich , ab zum Flughafen in
Hamburg unterwegs noch einen kurzen stopp bei Eddy .Bei Eddy angekommen erstmal ein zwei ich glaube Weinbrand war das getrunken, oder waren es ein paar mehr weiß  ich gar nicht mehr.

 

Wie auch immer am Flughafen in den Zubringerflug nach Amsterdam.
Sah ja gar nicht so schlecht aus nur ein bisschen klein, ich habe mich doch
allen Ernstes gefragt mit diesem kleinen Flugzeug fliegen wir nach Manila?

Der Flug von Hamburg nach Amsterdam verlief sehr ruhig, dann Umgestiegen in eine 747. Da habe ich ja doch gestaunt wie groß die 747 von Innen war zum  Vergleich des Zubringers .

Abflug nach Abu Dhabi, bis auf einige Turbolenzen auch sehr ruhig. Bei den Turbolenzen habe ich mich immer mit beiden Händen an den Lehnen festgehalten, so was Blödes wenn es knallt dann ist es sowieso vorbei da kann ich mich doch festhalten wie ich will.

Zu meinem Glück war der Flieger nur halbvoll und ich hatte
eine ganze 3-Reihe für mich allein, so konnte keiner sehen dass ich Angst hatte.

Ach ja zu der Zeit konnte man ja noch Rauchen, wie cool für mich.

In Abu Dhabi eine Zwischenlandung dann weiter nach Bangkok. Flug genau so ruhig,bis auf diese blöden Turbolenzen.

Irgendwo zwischen Abu Dhabi und Bangkok muss dann das neue Jahr 1990 gekommen sein .Jedenfalls liefen die Stewardessen mit Sekt durch die Gänge und ständig ein Happy New Year auf den Lippen.

 

Nach der Zwischenlandung in Bangkok ging es dann weiter nach Manila .Das Flugzeug schon auf der Rollbahn kurz vor dem Start.

Da kam die durchsage von der Crew …We Have a Mistake on the Flaps…..

Der Flieger zurück auf eine Warteposition.

Hier konnte man dann zusehen wie Bodenpersonal bzw. Monteure
sich an den Landeklappen zu schaffen machten. Das war ja richtig schei….

Ich wäre am liebsten ausgestiegen und zu Fuß oder Bahn, Buß, Schiff weitergefahren. Das ganze hat über 6 Stunden gedauert .

Und in Manila hat die Grace am Flughafen auf mich gewartet ,
ob die das wohl wusste hab ich mich gefragt .

Ankunft in Manila

Nach gut 30 Stunden endlich angekommen .Mensch war ich Froh
das ich aus dem Flugzeug raus konnte.

Das erste was mich hier erwartete war diese unglaubliche
subtropische luft , ( schwül heiß drückend ) kann ich gar nicht genau
beschreiben das kannte ich bis dato nicht.

Es war ca. 8 Uhr Abends  und bestimmt noch um die 30 Grad .

 

Nachdem ich alle Formalitäten erledigt hatte Passkontrolle
usw. ging ich aus dem Flughafen raus bis zu der Stelle wo vor dem Flughafen
eine Strasse verläuft.

Hier wurde ich ja gleich von Taxifahrer angesprochen ( Sir
Taxi ? )   ( Sir You Need Hotel ? ) ( Sir I Take you Bagage ? ) ich weiß gar
nicht was noch alles ,die haben mir fast die Koffer aus der Hand gerissen.

Ein  kleines Mädchen lief mir andauernd hinterher wollte mir immer eine Blumenkette  verkaufen 5 Dollar 5 Dollar,,5 Dollar und  drückt mir diese scheiß Blumenkette in die Hand und wieder, you give me5 Dollar ich darauf

I have no Dollar only DM und die wieder 5 Dollar 5 Dollar,die lies gar nicht mehr locker ,und immer wieder 5 Dollar ,5 Dollar

Da hatte ich aber die Schnauze voll von der, (war müde fix und fertig vom Flug und der Reise, fühlte mich dreckig wollte nur noch Duschen  und Schlafen) gab ihr dann als Antwort..

Hey go away i dont need your shit  flower.

Daraufhin hat sie mich endlich in Ruhe gelassen. Ich frage mich bis
Heute wie die auf das Flughafengelände gekommen ist wo doch angeblich keine  Person das Gelände ohne gültiges Flugticket betreten darf.

Fahrt von Manila Airport nach Sta.Maria Bulacan

 

Da stand ich dann erstmal. ( Wie lange weiß ich nicht mehr )
Irgendwann kam ich doch auf die glorreiche Idee über die Straße und durch den gegenüber der Straße liegenden Tunnel zu gehen. Das hatte man mir aber schon in Deutschland gesagt .Ich hatte das einfach vergessen



Und siehe da kaum aus dem Tunnel raus konnte man auch schon
den Zaun sehen der das Flughafen-Gelände absperrt, und genau dahinter dürfen die Angehörigen auf die ankommenden warten .Der Zaun ist in Felder von A-Z unterteilt .Die Buchstaben bedeuten nichts anderes als den Anfangsbuchstabe des Nachnamens.

 

Und wo stand Grace bei N oder K war auch egal sie hat mich ja dann gefunden.

 

Jetzt ging es ja weiter mit einem Jeepney der Ihrem Vater
gehörte ( soweit ich das noch in Erinnerung habe, hatte er 2 davon. )

Quer durch Manila nach Santa Maria/Bulacan.

Es war der 1  Januar 1990 und überall auf den Strassen und Wegen Menschen über Menschen.

Ein Gewusel und Gewimmel von Tausenden Leuten . Feiern die
hier immer noch Silvester oder warum sind hier so viele Menschen

auf der  Straße  habe ich mich gefragt.
In Deutschland zu der Zeit ca. 22,00 Uhr am Neujahrstag sieht man

doch fast  kein Mensch auf der Straße.

Jetzt im Nachhinein weiß ich das war oder ist normal, vergleichbar wie ein Riesengroßer Ameisenhaufen alles ständig in Bewegung. Da
es ja schon dunkel war konnte ich nicht so viel sehen dafür aber Riechen.

Vor  allem die kleinen Feuer die überall brannten, hier hat zu der Zeit wohl jeder  oder fast jeder sein Müll auf bzw. neben den Straßen verbrannt.

Wie das Riecht kann sich ja jeder vorstellen .Und dann der Geruch von gebratenen Trockenfisch, für einen Filipino sicher wohlriechend, für mich und bestimmt auch für die meisten Europäer nur ……………….. Ich sag lieber nichts nachher bekomme ich noch Ärger wenn ich wieder auf die Phil. Fliege.

Irgendwann waren wir dann außerhalb von Manila auf einer Art
Autobahn in Richtung Bulacan.

Ob das überhaupt eine Autobahn war ist für mich immer noch
zweifelhaft. Da fuhren ja sogar eine Art Trecker/Traktor oder ähnliche
Fahrzeuge zum Teil ohne Licht dann auch noch in der Linken

Spur mit 20 Kmh. Fußgänger gingen auf dem Seitenstreifen. Es wurde überholt wo man nur konnte links oder rechts und wenn gar nichts ging auf dem Seitenstreifen oder auch in der Mitte wo hier in D. die Leitplanken sind.

 

In Manila selber Rotlichter ständig missachtet und wenn
nichts mehr geht wird gehupt ohne Ende.

 

Dazu erinnere ich mich noch wie ein Bruder von meiner Frau
mal hier in Hamburg war .Der hat einige Zeit auf einem Kreuzfahrtschiff
gearbeitet.

Den Bruder hatte ich an einem Sonntagmorgen vom Schiff
abgeholt, ich weiß jetzt nicht mehr genau wo aber ich stand bei Rot

an einer  großen Kreuzung in der Innenstadt es war ca.6 Uhr morgens und nicht viel Verkehr.

Da fragt mich doch der Bruder meiner Frau warum fährst du
nicht weiter? Ist doch Rot sag ich zu ihm da kann ich doch nicht fahren.

Daraufhin der Bruder,, ist doch alles frei und kein Auto , ist doch kein Problem“

 

Das war ja eine gute Ansage von ihm oder?

Bei Grace ( Gigi )angekommen

 

 

Endlich bei Grace zuhause angekommen bzw.bei Ihrem Vater In Sta.Maria.
Wie ich immer gehört hatte wären fast immer viele Verwandte

da um zu sehen wer da wohl kommt, das war hier aber nicht
der Fall entweder haben alle schon geschlafen oder war wirklich keiner da .War  mir ganz Recht, ich wollte nur noch Duschen und schlafen.

Aber wo sollte ich Duschen? Das musste ich mir erstmal
zeigen lassen Grace ich nenn sie von jetzt ab Gigi oder Gi das ist ihr Spitznahme  hier..

Gi zeigte mir dann wo ich duschen konnte, da habe ich aber
erstmal doof gekuckt. Was ist das denn? Gi zeigte mir ein großes Fass ca. 200  Liter und eine Kelle oder besser gesagt eine Plastiktopf mit Griff.
Ich würde mal sagen so hat man hier in  D. vor mehr als 100 Jahren geduscht.

Also man nimmt den Topf taucht ihn in das Fass mit Wasser
und kippt sich anschließend den Inhalt über den Körper, das wiederholt man ein  paar mal. Danach wäscht man sich und wiederholt das ganze noch mal um Seifenreste oder ähnliches wegzuspülen .Das Wasser aus dem Fass war oder ist Natürlich A---kalt im Verhältnis zur Außentemperatur die wohl nie unter 25 Grad fällt auch nachts  nicht.

Hier mal ein Bild von meiner Schwiegermutter und Vater

Mit meinem Schwiegervater

Das Bild hier enstand an meinem Letzten Tag auf den Phil.Januar 1990

Meine Schwiegermutter